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Rumänien 2009: Wachstum nur abgeschwächt

Laut aktueller Prognose der EU-Kommission kann von Rezession in Rumänien keine Rede sein. Man spricht jetzt von 4,5 % Wachstum im Jahre 2009, nach 8,5 bis 9 % in diesem Jahr. Trotzdem gibt es negative Entwicklungen, z.B. die stark gebremste Baukonjunktur, steigende Zinsen trotz stabiler Inflationszahlen, Kurzarbeit bei einigen Grossexporteuren und mehrere spekulative Angriffe auf dem Devisenmarkt.

Ungewöhnlich offen hat sich der Zentralbankchef Mugur Isarescu dazu geäußert. Nach drastischen Steigerungen der Geldmarktzinsen hätten Spekulanten unter Führung einer Schweizer Grossbank nicht mehr genügend Lei für Devisenkäufe aufbringen können.

Zeitgleich mit dem Höhepunkt der Krise am 10. Oktober intervenierte die rumänische Zentralbank zum ersten Mal direkt im Devisenmarkt. Die verkauften 40 Millionen Euro waren nur symbolisch verglichen mit den verdeckten Interventionen, erklärte der Sprecher der Nationalbank, Mugur Stet (Foto). Es sei eher darum gegangen, das Funktionieren des Devisenmarktes unter den jetzigen Gegebenheiten der globalen Finanzkrise zu testen.

Nach diesem Eingreifen lag der Kurs bei 3,7690 Lei für einen Euro. Die Rekordmarke des Euros von 4,1192 Lei liegt damit mehr als vier Jahre zurück. In der ersten Novemberhälfte notierte der Leu im normalen Schwankungsbereich von 3,6 bis 3,8 für einen Euro.

Russland und Serbien: Freihandelsabkommen als deutsches Produktionskonzept

Die deutsche Delegation namhafter Automobilzulieferer und Metallhersteller nach Serbien genoss ein dichtes Programm mit konkreten, nützlichen Treffen. Das Infoseminar war straff und informativ; die Kooperationsbörse (Foto links) war gut vorbereitet und konkret; die Betriebsbesuche deckten realistisch das Potential des gewissermaßen neuen Partnerlandes Serbien ab. Mit Finanzierung des BMWi und Durchführung von Spelleken Assoc. zeigten sich die Teilnehmer ZF Friedrichshafen, Georgsmarienhütte und Siemens. Interessanter aber: sie arbeiteten die Brückenfunktion des aufstrebenden Serbien für die Zulieferung nach Russland heraus. Dank des laufenden Freihandelsabkommens beider Nicht-EU-Staaten können Teile in Serbien hergestellt und zollfrei in Russland eingeführt werden für dortige Montage. Die schließt die Lücke des fehlenden russischen industriellen Mittelstandes. Spelleken-Partner Ivan Babacev, Belgrad (Foto rechts mit Vater): „Die mit nur 10 % günstigen serbischen Unternehmenssteuern bestärken dieses zweistufige Produktions-konzept für deutsche Investoren.“

Ukraine: Schwarzerde lockt mittelständische Bauern

Ungefähr 400 Landwirte aus Finnland, Frankreich und Deutschland betreiben in der Ukraine Ackerbau. Vor allem Weizen und Zuckerrüben werden kultiviert. Ukrainische Böden gelten seit Jahrhunderten als die fruchtbarsten der Welt. Den Beginn machten Anfang der 90er Jahre sechzig deutsche Bauern als Pioniere. Heute pachten ausländische Bauern mehr als zwei % der gesamten ukrainischen Fläche.
 

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