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Inhalt dieser Ausgabe:
- Deutschland: Fach- und Führungskräfte im europäischen Personalaustausch
- GUS-Gipfel nennt Schritte zum umfassenden osteuropäischen Binnenmarkt
- Stimmenauszählung für Moldau: keine Lösung für Patt
- Rumänien: Bauwirtschaft trotz später Erholung weiter marode
- Russische Konzerne AFK Sistema und Aeroflot suchen strategische Partner
- Ukraine: Montage von Neoplan-Bussen
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Deutschland: Fach- und Führungskräfte im internationalen Personalaustausch

Zu Zeiten des Fachkräftemangels und zunehmender europäischer Mobilität haben Spelleken Assoc. ihr Leistungsspektrum ausgeweitet: zukünftig werden Fach- und Führungskräfte auch in Deutschland gesucht. Damit funktioniert die Personalsuche in beide Richtungen: Toptalente aus den Partnerländern vor allem Mittel- und Osteuropas zum Einsatz dort und in der deutschen Zentrale sowie wie auch sprach- und landeskundige deutsche und westeuropäische Fachleute zum Einsatz im Partnerland. Unter dem Arbeitstitel internationaler Personalaustausch werden mittlere und große Unternehmen mit länderübergreifenden Personallösungen versorgt.
Kunden, Mitarbeiter und Country Partner in ganz Europa und Lateinamerika mögen einen mußevollen und Kraft spendenden Jahresausklang im Kreise der liebstenMenschen verbringen… und 2011 mit neuem Mut und tollen Ideen starten.
GUS-Gipfel nennt Schritte zum umfassenden osteuropäischen Binnenmarkt
In Sankt Petersburg, Russland, fand nun der Gipfel der Nachfolgeorganisation der Sowjetunion statt. Die Gemeinschaft unabhängiger Staaten (auf englisch schöner: Commonwealth of Independent States) diskutierte vor allem über den zwischenstaatlichen Handel und die Fortentwicklung des weitgehenden Freihandels. Mitglieder sind Russland, die Ukraine, Kasachstan, Moldau, Belarus und die meisten zentralasiatischen Republiken.

Auf dem Gipfel wurde beschlossen, bis Januar 2011 einen Entwurf eines neuen Zollabkommens zu erarbeiten, der die Vereinbarung von 1994 ablöst. Der russische Ministerpräsident Putin meinte denn auch: Während andere Bündnisse Risse aufweisen, floriert die GUS mit einem Wachstum ihres internen Handelsvolumens um 30 % gegenüber 2009. Dies zeigt, dass unsere Initiative fruchtet und untermauert werden muss.“
Der russische Experte für postsowjetische Wirtschaftsbeziehungen Alexei Vlasow preist insbes. das umfangreiche Sonderabkommen zwischen Russland, Kasachstan und Belarus: „Die drei Nationen haben dieses Abkommen zur Erhöhung ihres Wachstums, die Förderung von KMU und die Modernisierung ihrer Industrien nutzen können.“
Ziel der GUS-Freihandelsabkommen ist ein integrierter Binnenmarkt mit politischer Koordination, freiem Waren-, Dienstleistungsverkehr sowie uneingeschränkter Mobilität für Arbeitnehmer und Kapital. Das genannte trilaterale Abkommen gilt als Pilotphase.
Stimmenauszählung in Moldau: Keine Lösung für Patt

Letzte Woche fand in der Republik Moldau die Auszählung der Stimmen - für das am 28. November gewählte - moldauische Parlament statt. Es umfasst 101 Sitze. Davon gingen 42 an die kommunistische Partei Moldaus (39,73%), 32 an die liberal- demokratische Partei (29,70%), 15 an die demokratische Partei (12,82%) und 12 an die liberale Partei Moldaus (10,05%). Die restlichen 16 Parteien und 19 unabhängigen Kandidaten versäumten es die 4%-Hürde für die Parteien und 2% für die unabhängigen Kandidaten zu knacken.
Durch diese Wahlen kommt in der Republik Moldau erneut nicht zur Wahl eines Staatspräsidenten. Hierzu verlangt die Verfassung eine Mehrheit von 60 % der Parlamentsstimmen. Die Allianz für Europa (alle genannten nicht kommunistischen Parteien) erreichte aber nur 59. Am Montag schickte die zentrale Wahlkommission die Ergebnisse dem Verfassungsgericht, das die Anerkennung der Wahl erklären wird. Laut Gesetz muss das erste Treffen des neuen Parlaments spätestens am 28. Dezember stattgefunden haben, also noch vor dem in Moldau am 7. Januar stattfindenden Weihnachtsfest.
Trotz des Patts sehen internationale Organisationen und Think Tanks die südosteuropäische Republik als funktionierende Demokratie mit Pluralismus, Machtwechsel und Gewaltenteilung. Ein Vergleich mit Belarus zeigt in diesen Tagen den Unterschied.
Rumänien: Bauwirtschaft trotz später Erholung weiter marode
Aus unserer Sicht wird Rumänien die komplexe Krise im Laufe des Jahres 2011 überwinden, mit einem BIP Wachstum von ca. 1,5%. Trotzdem werden einige Sektoren die Wende nicht schaffen, hier sehen wir insbesondere die Bauwirtschaft und den Einzelhandel.
Das rumänische Handelsdefizit ist bis November 2010 weiter gesunken. Es sank ca. 4 % niedriger als es vor einem Jahr der Fall war. Insbesondere die Exporte legten im
Vorjahresvergleich stark zu, ein Plus von 25,5 % auf 30,3 Milliarden Euro. Der Fehlbetrag stabilisiert sich somit auf unter 10 Milliarden Euro. Das ist vergleichbar mit 2009und kann relativ leicht durch Direktinvestitionen und Übertragungen finanziert werden. Das Abkommen mit dem IWF ist praktisch erfolgreich zu Ende gebracht worden (Foto zeigt Präsident Basescu mit IWF-Unterhändler Franks). Eine neue Finanzierungstranche für das Jahr 2011 wird wahrscheinlich nicht mehr notwendig sein. Die Industrie verzeichnet eine solide Entwicklung mit einem Plus von knapp 5 %, eine deutlich bessere Dynamik wurde bei Investitionsgütern (ein Plus von 8,1 %) und Halbwaren (ein Plus von 9,5%, Angaben des nationalen Instituts für Statistik, INS) verzeichnet.
Rumänien hat damit die Krise auch endlich weitgehend überwunden, hat aber den Preis gezahlt für eine im europäischen Vergleich relativ staatsfreie Volkswirtschaft mit starken prozyklischen Elementen.
Russische Konzerne AFK Sistema und Aeroflot suchen strategische Partner
Die russische Wirtschaftspolitik orientiert sich zunehmend global, bevorzugt aber weiterhin nationale Partnerschaften. So sucht der russische Mischkonzern AFK Sistema für sein im Raffineriegeschäft tätiges Tochterunternehmen Bashneft nach einem strategischen Partner. Weiter führte Vizepräsident Alexander Korsik aus, dass dies ein schwieriger Prozess sei und über ein Jahr dauern werde. Die Firma berücksichtige sowohl Angebote russischer als auch ausländischer Unternehmen, werde aber nicht die Kontrolle über Bashneft aufgeben.
Weiterhin will auch Russlands führende Airline Aeroflot einen Anteil von 51 % ihrer Tochtergesellschaft Nordavia verkaufen, wie der russischen Presseagentur RIA Novosti berichtet wurde. Nordavia ist eine Airline, die mit insgesamt 23 Flugzeugen – darunter 18 Boeing 737 - vor allem den Nordwesten Russlands bedient, jedoch nicht in Aeroflots neue Entwicklungsstrategie passte. Aeroflot hatte das Abkommen mit Taimyr Airlines inoffiziell im November bestätigt. Diese Fluglinie gehört zum großen Bergbaukonzern Norilsk Nickel. Offiziell soll der Verkauf Ende Januar bekannt gegeben werden.
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